Mobile Marketing
Usability-Methoden mit Experten diskutieren
In diesem Winter werden etliche Tabletbesitzer ihre Kaufentscheidung hinterfragen, zumindest, wenn die Kaufentscheidung auf ein iPad fiel. Der Grund: Das iPad kann mit Adobes Flash-Technologie nicht umgehen. Das ist freilich längst bekannt, doch verbuchte man es gemeinhin als lästigen, doch keineswegs wirklich problematischen Mangel. Auf den Websites zahlreicher Ski-Destinationen sieht das jedoch ganz anders aus. Hier bildet Flash die Technik für interaktive Panoramakarten, virtuelle Hotelrundgänge und Bildergalerien, das Rückgrat der Website und somit der Buchungsvorbereitung.
Weltweit sind in diesem Jahr rund 62,5 Millionen Tablets über den Ladentisch gegangen, meinen die Marktforscher von IDC. Allein in Deutschland verkauften die Hersteller zehn Millionen neue Smartphones, überdurchschnittlich viele davon an Haushalte mit höherem Einkommen. Je höher die Verbreitung, umso wichtiger wird die ökonomische Relevanz der Mobilgeräte. In der Customer Journey spielen Sie bereits bei grundlegenden Recherchen eine signifikante Rolle. Tablets fungieren als Couch-Surfing-Device und werden in der Familie genutzt, um zum Beispiel eine Urlaubsdestination oder eine bestimmte Produktkategorie zu wählen und zu diskutieren. Danach, in der unmittelbaren Entscheidungsvorbereitung, dienen Smartphones zum Beispiel dem Preisvergleich, wenn sich der Kunde im Laden vor Ort befindet. Und in bestimmten Branchen, vor allem im Umfeld „Reisen“, haben sie auch beim konkreten Kaufabschluss bereits ihre Rolle eingenommen. Daraus folgt: Bessere mobile Usability bedeutet auf Dauer mehr Umsatz.
Doch Mobile Usability ist nicht so einfach, wie sie scheint. So vielfältig wie die Landschaft der Endgeräte ist auch deren Benutzungskontext. Das beginnt mit der Frage, wie mobile ein Tablet in Wirklichkeit ist. Die US-Marktforscher von Answerlab haben für den amerikanischen Markt herausgefunden, dass die Mehrzahl der Nutzer das iPad stationär in den eigenen vier Wänden nutzt oder dort, wo man sicher ist, ein WLan erreichen zu können. „Das iPad ist ein kleiner Heimcomputer und kein großes Smartphone“, sagt Brennan Browne von Answerlab. Ist die Umgebung beim Tablet also eher scharf umrissen, so ist der Nutzungskontext beim Smartphone schwer vorherzusehen, was die Anforderungen aus Sicht der Benutzerführung und Usability deutlich steigert.
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