Videokommunikation
Bilder bewegen Unternehmen
Dabei sind es längst nicht mehr nur Privat-User, die dort ihr munter zusammengeschnittenes Material präsentieren. Auch Unternehmen mischen beim Spiel um Aufmerksamkeit und eine möglichst virale Verbreitung kräftig mit. So werden sie beispielweise durch einfach einbindbare Links geködert. Es sind nicht zuletzt niedrige technische Hürden, die zum Erfolg des Videos als Geschäftsmedium beigetragen haben. So nutzen heute Unternehmen jeder Größe Filme für die unterschiedlichsten Zwecke: Vom kurzen Clip, in dem neue Produkte erklärt werden, bis zum kompletten Imagefilm reicht die Bandbreite der Einsatzfelder. Doch nicht nur die Vorreiter der Kreativbranchen wagen sich auf dieses Terrain. Auch Banken und Versicherungen haben die Möglichkeiten des Bewegtbildes für ihre Zwecke erkannt und stellen ein großes Portfolio zum Abruf bereit. Dabei werden Videos nicht nur als adäquates Mittel gesehen, die externe Kommunikation voranzutreiben. Auch für Mitarbeiter- und Produktschulungen, Personal-Neuigkeiten und andere interne Zwecke hat sich das Format in Unternehmen etabliert.
Alternativen zum Video-Giganten
Ob nun aber ausgerechnet Youtube für Unternehmen die richtige Plattform ist, sich modern und multimedial zu präsentieren – diese Frage sehen Experten ausgesprochen kritisch. Juristen etwa machen auf die Probleme im Zusammenhang mit den Nutzungsrechten aufmerksam: Wer auf Googles großem Videoportal seinen Content hinterlegt, gibt ihn damit zum Remix frei. So geben Firmen mit dem Einstellen auf den meisten Consumer-Plattformen viele Rechte an die Besucher der Seiten ab, die das Material nach eigenem Gutdünken zu neuen Werken verarbeiten dürfen. „Dahinter steckt natürlich ein enormes kreatives Potenzial und auf diese Weise ist für die Privatnutzer schon so manches kleines Meisterstück entstanden“, erklärt Dr. Rainer Zugehör, Geschäftsführer von MovingIMAGE24, einem führenden Anbieter von Video-Management-Lösungen für den Business-Einsatz.
Obwohl Zugehör die Vorteile von Youtube für virale Kampagnen schätzt, sieht der Experte für Online-Video in der umfangreichen Freiheit des Portals eine für Unternehmen kaum kalkulierbare Gefahr: „Wenn es nicht um die virale Verbreitung, sondern um die unternehmensgerechte Widergabe von Informationen geht, sind Firmen wesentlich besser damit beraten, ihr eigener Herr in Sachen Inhalten zu bleiben.“
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