23.04.2010

Web 2.0

ERP-Systeme können Impulse für Online-Marketing-Kampagnen liefern

Thomas Oberländer
Thomas Oberländer
Die Spielarten des Online-Marketings sind mit Search Engine Optimization (SEO), Ad Words oder E-Tracking unendlich. Erstaunlich eigentlich, dass man solche Kampagnen in aller Regel ohne direkte Verknüpfung zu den Enterprise Resource Planning (ERP)-Systemen umsetzt. Schließlich sind diese der zentrale Referenzpunkt zur Planung aller organisatorischen Ressourcen.

von Thomas Oberländer

Lean Management und schlanke Organisation hören sich schick an. In der Praxis findet man im Marketing leider nur sehr selten konsequent auf das Wesentliche reduzierte Prozesse. So pumpen Unternehmen jeden Tag tausende von Euro in Internetauftritte, Internetkampagnen, Suchmaschinenanzeigen und Mailings, ohne einen wirklich zielgerichteten Ansatz zu verfolgen. Den Nutzen dieser Ausgaben redet man deshalb oft subjektiv herbei. Oder schlimmer noch: Man interpretiert ihn durch nicht nachvollziehbare Statistiken schön. Möglicherweise leistet dieser Umstand aber auch der Neigung von Unternehmensverantwortlichen Vorschub, bei Budgetzwängen zuerst immer im Marketing nach Einsparmöglichkeiten zu suchen.

Dabei liegt dieses Problem durchaus auch in der Organisation begründet. Denn viele Unternehmen denken nicht darüber nach, dass auch die Marketingabteilung zu den Ressourcen eines Unternehmens gehört und mit dem Begriff ERP in Verbindung steht. Genau dieses Versäumnis bedeutet im Endeffekt eine unnötige Ressourcenverschwendung. Denn die Marketingabteilungen führen vielfach ein Eigenleben und sind deswegen oft zu weit vom aktuellen Produktgeschehen entfernt.

Die Folge: Aktuelle Informationen über Produkte werden zu langsam präsentiert, weil nur einige „Auserwählte“ die wettbewerbsrelevanten Informationen oder falschen Daten des Internetauftritts verwalten dürfen. Das A und O einer Marketing-Kampagne oder eines Internetauftritts sind aber die zugrunde liegenden Daten, auch wenn diese Erkenntnis sich fast ein wenig banal und technokratisch anhört. Trotzdem darf man sie artikulieren, weil die meisten unternehmenskritischen Daten sich in den ERP-Systemen befinden. Und an die denken nur die wenigsten Marketing-Verantwortlichen bei der Umsetzung ihrer Kampagnen.

Deshalb ist es sinnvoll, die Marketing-Ressorts direkt an ERP-Systeme anzubinden. Denn damit lassen sich sämtliche darin enthaltenen Daten für das Online-Marketing verwenden. So können etwa Produktdaten übergangslos auf die Website gestellt oder für Ad Words-Kampagnen verwendet werden.

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