28.09.2010

Content-Management-Systeme

Global Information Management-Lösung erleichtert Hella das Exportgeschäft

Ilona Arnold
Ilona Arnold
Als österreichischer Hersteller von Sonnen- und Wetterschutztechnik bringt Hella jährlich neue oder weiterentwickelte Systeme auf den Markt. Diese werden über Fachhändler vertrieben, um eine optimale Kundenberatung vor Ort zu gewährleisten. Da sich aus erneuerten Produktpaletten ständig Änderungen in Katalogen ergeben, müssen diese für Exportmärkte wie Deutschland, Italien, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Norwegen und Australien in den jeweiligen Sprachversionen nachgezogen werden. Das gelingt mit der Global Information Management-Lösung von SDL nun besser.

von Ilona Arnold

„Um die Exportmarkte besser zu durchdringen, hat unsere Geschäftsleitung die strategische Entscheidung getroffen, den Niederlassungen und Händlern die Unterlagen grundsätzlich in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung zu stellen. Dadurch ist unser Übersetzungsaufkommen in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, sagt Anton Lusser, EDV-Leiter bei Hella. Die wichtigsten Unterlagen seien die jeweils 1 000-seitigen Produktkataloge für die drei Hauptproduktgruppen Markisen, Jalousien und Rollläden sowie die dazugehörigen Preislisten. Außerdem müssten die Inhalte für die lokalen Webseiten und die Produktinformationen im Enterprise Resource Planning (ERP)-System immer in die jeweilige Landessprache übersetzt werden, um Angebote zu erstellen.

In der Vergangenheit war die Übersetzung der technischen Unterlagen ein zeitaufwändiger und kostspieliger Prozess. Denn zum Teil arbeite die Firma zur Übersetzung mit externen Agenturen sowie freien Übersetzern und teilweise übernehmen diese Arbeit auch Mitarbeiter in den Niederlassungen vor Ort. Die acht technischen Redakteure, die auch noch in der Konstruktion tätig sind, erstellten die Unterlagen mit einfachen Desktop-Publishing-Programmen (DTP). Dies ließ jedoch keine selektive Ausgabe der geänderten und neu zu übersetzenden Inhalte zu, sodass man auch bei kleineren Änderungen immer wieder das gesamte Dokument an die Übersetzer schickte. Dadurch sei es unmöglich gewesen, bei der Aktualisierung der Produktkataloge die tatsächlich anfallenden Übersetzungskosten zu kalkulieren. „Hinzu kam, dass die Übersetzung eines gesamten Katalogs mehrere Monate in Anspruch nehmen konnte, während denen sich die Produkte weiterentwickelten, sodass die übersetzte Version oft schon nicht mehr dem aktuellen Stand entsprach, wenn sie zurückkam“, ergänzt Lusser.

Um den Übersetzungsprozess rationeller gestalten zu können, ersetzte Hella die DTP-Systeme in der technischen Dokumentation durch ein XML-basiertes Redaktionssystem. Dies ermöglichte, Inhalte der Kataloge und Preislisten als Textbausteine zu erstellen sowie unabhängig von Layout und Ausgabeformat wiederzuverwenden. In einem zweiten Schritt führte man vor anderthalb Jahren die Translation Memory-Software von SDL als serverbasierte Lösung ein. Ausschlaggebender Grund war laut Lusser zum einen die weltweite Verbreitung des Global Information Management-Tools, die bei vielen der Agenturen und freien Übersetzern im Einsatz sind; zum anderen sprach für die Lösung ihre gute Integration ins bestehende Redaktionssystem. Die XML-Daten ließen sich ins Translation Memory System (TMS) importieren und weiterverarbeiten, wie die ersten Tests zeigten. Über die Schnittstelle wurde auch die Fertigstellung der Übersetzung zurückgemeldet, sodass bei Änderungen nur noch die modifizierten Module an das TMS exportiert zu werden brauchen. Dank der Projektabwicklung durch die Firma Kaleidoscope, welche Lösungen der Language Technologies Division von SDL in Österreich vertreibt und unterstützt, gestaltete sich die Systemeinführung einfach.

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