Web-Entwicklung
HTML5 - Hype und Realität
1. Bei Web-Seiten soll HTML5 als Flash-Ersatz genutzt werden, um mit modernen Methoden ansprechende Web-Anwendungen für alle Browser und Plattformen zu ermöglichen.
2. HTML5 soll genutzt werden, um mobile Anwendungen für mehrere Plattformen einheitlich zu entwickeln und den Aufwand von nativer Entwicklung zu reduzieren.
Was steckt tatsächlich dahinter?
Von Holger Bothmer und Florenz Heldermann
Was ist HTML5
HTML5 zählt heute in vielen Ebenen zu dem Buzzword überhaupt, ähnlich wie vor wenigen Jahren der Begriff Web 2.0. Doch das Wissen zu Technologie und zu den Merkmalen HTML5-fähiger Browser scheint stark ausbaufähig. Vielmehr wird HTML5 fälschlicherweise als Bezeichnung für eine ganze Reihe von Elementen, Technologien und Konzepten benutzt (siehe auch [4]).
Zunächst einmal ist HTML5 ein neuer Standard, der sich zurzeit noch in der Entwicklung befindet. Nach aktuellem Zeitplan will das WWW-Konsortium W3C erst im Jahr 2014 eine Empfehlung veröffentlichen. Dennoch kommen schon heute eine ganze Reihe von Funktionen und Konzepten zum Einsatz. Diverse Web-Browser unterstützen HTML5 bereits. Allerdings sind zahlreiche Funktionen nur mit großem Aufwand implementierbar, etwa durch den Einsatz externer Bibliotheken. Inhaltlich liefert HTML5, was Web-Anwendungen heute voraussetzen, jedoch nur mit großem Aufwand und proprietären Lösungen leisten können. Flash ist hier nur ein Beispiel. HTML5 liefert neue Elemente, um Dokumente semantisch weiter zu strukturieren und bildet auch Funktionen wir etwa Grafik, Audio und Video ab. (siehe [1] und [2]). Wiederholt wichtig zu nennen ist, dass HTML5 aktuell kein geschlossener, vollständiger Standard ist. Es ist vielmehr eine Sammlung von Elementen. Diese sind mehr oder weniger hilfreich und mehr oder weniger verbreitet. Tabellen zur Visualisierung der HTML5-Unterstützung in Desktop-Browsern und auf mobilen Geräten zeigen deutlich, wie unterschiedlich die einzelnen Clients sein können.
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