16.06.2011

Business Intelligence

Wenn der Server steht, rollt auch der Rubel nicht

Die ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme wird im Einzelhandel immer wichtiger. Doch während Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung in den meisten Handelsunternehmen im mehr oder weniger gut gesicherten Rechenzentrum laufen, fristen die Kassensysteme vor Ort ebenso wie andere zentrale Applikationen ihr Dasein in der Regel ohne ausreichende Sicherung gegen Ausfälle und Datenverlust. Replikationstechniken ermöglichen nun auch eine kostengünstige Absicherung solcher Systeme, ohne technisches Know-how in den Filialen zu erfordern.

von Thomas Hertel

Die IT hat sich im Handel längst vom Kosten- zum Produktionsfaktor gemausert. Und zwar zu einem der wichtigsten, denn ohne IT funktionieren weder Lagerhaltung noch Logistik, weder Einkauf noch Shop-Optimierung. Einfache Fehler, technische oder menschliche, können dabei erhebliche Auswirkungen haben: Wenn der Kassenserver streikt, geht in der Filiale nichts mehr – Umsatzeinbußen sind die unmittelbare Folge. Steht der Web-Server mit dem Online-Shop, ist der Kunde mit einem Mausklick beim nächsten Wettbewerber – mit den gleichen Folgen. Solche Einbußen müssen sich nicht auf die tatsächliche Ausfallzeit beschränken; manch unzufriedener Kunde wendet sich auch dauerhaft vom Unternehmen ab.

Wenn schon ein lokaler Systemausfall teuer werden kann – wie sieht es dann erst mit den zentralen Servern aus, auf denen alle für das Unternehmen lebensnotwendigen Applikationen betrieben werden und die Informationen aus den Kassensystemen vor Ort zusammenlaufen? Häufig laufen zwar die kritischsten zentralen Anwendungen auf stabilen iSeries oder ähnlichen Systemen und sind mit High Availability-Lösungen wie Mimix von Vision Solutions gut gegen Ausfälle gesichert, doch ebenso kritische Windows-Applikationen wie Exchange, SQL, Oracle oder SharePoint müssen oft auf einen solchen Schutz verzichten. Vielfach wird dabei übersehen, dass selbst eine scheinbar extrem hohe Verfügbarkeit von 99,5 Prozent statistisch immer noch 44 Stunden Ausfallzeit pro Jahr entspricht.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Ausfallzeit des Servers nur eine Komponente bei der Verfügbarkeit der Gesamtlösung ist. Mit der Wiederherstellung der Hardware ist es nicht getan; oft müssen Betriebssystem und Anwendungen neu installiert sowie Daten von Backup-Systemen wiederhergestellt werden. Je nach Backup-Konzept kann das etliche Stunden oder gar Tage dauern. Zudem kann es natürlich auch jederzeit zu Datenverlusten kommen, ohne dass es überhaupt Hardware-Probleme beim Server gibt.

Weiter zu Seite 2 von 4 Alles zeigen
SERVICES + BLOGS + SHOP

Datenbanken + Medien

Marketing-GlossarHier gibt es die Begriffe zu den wichtigsten Themen der absatzwirtschaft-Welt.   mehr
Jobs-KarriereRecherchieren Sie rund 140 000 Jobs in Deutschland!   mehr
Marken-LexikonProf. Dr. Karsten Kilians "Marken-Lexikon" mit über 1.000 Markenfachbegriffen   mehr
Marketing TVSchauen Sie rein in die letzten großen Marketing-Events.   mehr