01.12.2010

Social Media Monitoring Folge1

Wie geht eigentlich Social Media Monitoring?

Mit der Anzahl der Anbieter von Social Media Monitoring-Leistungen steigen auch die Unterschiede hinsichtlich der Ansätze, Verfahren und Technologien kontinuierlich an. Allerdings haben sich Kernprozesse bei vielen Web-Monitoring-Projekten etabliert, die von einer Vielzahl der Anbieter standardmäßig angewendet werden. Im Folgenden soll daher der typische Ablauf eines Social Media Monitoring-Projektes beschrieben werden. Quelle ist die soeben erschienene Social Media Monitoring-Studie.

Zunächst müssen die branchen- und zielgruppenspezifischen Quellen identifiziert und nach Reichweite und Relevanz (zum Beispiel anhand Userintensität, Diskussionsvolumen, Antwortzeiten) bewertet werden. Einige Anbieter haben Algorithmen entwickelt, die die potenzielle Reichweite beziehungsweise Streuwirkung der Quellen berücksichtigen. So werden zum Beispiel bei User Generated Content aus der Anzahl von Nutzern und Kommentaren eigene Metriken entwickelt. Andere versuchen, über Google Pagerank die Anzahl und Relevanzen der Kommentare, Tweets, Followers, 2nd-Order-Followers oder Views zu bestimmen. Auch Artikelvolumen, Reichweite, Suchmaschinen-Auffindbarkeit und Verlinkung werden von einigen Anbietern herangezogen. Es herrschen jedoch unterschiedliche Ansichten über die Dimension der Untersuchung, das heißt, wie viele Quellen einbezogen werden sollten:
1. Beschränkung auf in der Regel zehn bis 20 Quellen, die als relevant gelten
2. 100 bis 300 Quellen nach vorhergehendem Screening
3. Das „Deep Web“ durchforsten, um hypothesenfrei zu screenen

Die Ansichten darüber, welche Anzahl (Dimension) von Quellen einbezogen werden sollten, sind unterschiedlich. Da es oftmals auch eine Kostenfrage ist, sollten Unternehmen projektspezifisch entscheiden, ob das Web mithilfe von a priori definierten Quellen oder quellenunabhängig durchsucht wird. Um die Qualität der Datenerhebung zu erhöhen und wichtige Botschaften nicht zu übersehen, ist es wichtig, auch Audio- und Video-Dateien aufzuspüren. Des Weiteren sollten Stellen im Internet, die nicht mit den bekannten Suchmaschinen wie zum Beispiel Google ersichtlich sind, in Betracht gezogen werden. Wichtig für die Erzielung valider Ergebnisse ist in jedem Fall die permanente Aktualisierung der Quellen. Einige der befragten Anbieter durchforsten zunächst das durch Screening verminderte Universum der Beiträge, um dann zu schauen, welche Quellen diese Inhalte liefern.

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